Wie macht ihr das zuhause so? - Weiterbildung Zofingen

Wie macht ihr das zuhause so?

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Menschen, 13. April 2021, Peter Rüegg

Bildquelle: Pixabay

Home Office heisst auch drin bleiben.
Dort wo früher nur gewohnt wurde, wird seit Monaten auch gearbeitet. Da kann es manchmal schon eng werden. Oder stickig. Dazu kommt die latente Unsicherheit. Wie lange wird das noch gehen?

Den Mitgliedern der Redaktion dieses Blogs geht es nicht anders. Seit Monaten versuchen sie, das Gefühl zu vertreiben, für immer in die eigenen vier Wände eingesperrt zu sein.
Wie kommen sie damit zurecht?

Wir werfen einen persönlichen Blick zu ihnen nach Hause. Was tun die Blog-Autorinnen und -Autoren, um ihre Energie in die richtigen Bahnen zu lenken? Was ist ihr Ausgleich? Wie verschaffen sie sich Mut? Was tun sie, damit ihnen die Decke nicht auf den Kopf fällt? – eine nicht ganz ernst gemeinte Umfrage.

Isabel Matter: «Ich würze den Home-Office-Alltag mit einer Prise Humor!»

Bild: Isabel Matter

Ich habe gelernt, dem Home-Office-Wahnsinn mit ein bisschen Humor zu begegnen. Der hilft (fast) immer weiter. Auch in Situationen wie dieser: 

«Mein Tag im Home-Office beginnt (komfortabel spät) mit dem lauten Klingeln des Weckers. Schnell kombiniere ich elegante Bluse und Blazer zur ultrabequemen Jogginghose. Dann widme ich mich den wirklich wichtigen Fragen: Wo soll ich arbeiten?
Mein Schreibtisch steht unglücklicherweise im Schlafzimmer, wo aktuell neben meinem Mann noch zwei Kleinkinder schlafen. Einen kurzen Moment liebäugle ich mit dem grossen Küchentisch, verwerfe die Idee aber gleich wieder: Die aktuell ruhig und friedlich schlafende Horde wird genau diese Küche in Kürze nämlich stürmen.
Es bleibt das Kinderzimmer. Ich schiebe auf dem Sideboard aus Holz ein Feuerwehrauto und zwei Dinosaurier zur Seite und platziere meinen Laptop genau in der Mitte. Ein prüfender Blick in die Kamera zeigt mir, dass die Ikea-Spielküche noch ein bisschen nach rechts und der übergrosse Teddybär ein kleines Stückchen nach links muss, damit nichts als graue Wand im Hintergrund ein Gefühl von Professionalität vermittelt.
Gerade noch rechtzeitig setze ich mich auf einen Stuhl in Miniatur und starte die erste Unterrichtslektion. Für einen kurzen Moment wiege ich mich in Sicherheit. Dann öffnet sich die Türe und Spider-Man betritt das Zimmer. Das müssen zumindest die Lernenden hinter den Bildschirmen denken. Tatsächlich ist es mein Vierjähriger mit zerzausten Haaren im Spider-Man-Schlafanzug. Ich versuche den Kleinen möglichst dezent aus dem Zimmer zu bugsieren. Dann gebe ich auf und lache, auch mein Sohn lacht und mit uns die Lernenden vor den Bildschirmen.»

Patrizia Lenza: « HomeOffice = Gleichgewicht und virtuelle Kreativität»

Bild: Patrizia Lenza

« Der Wecker klingelt, eine ruhige Stimme mit Entspannungsmusik im Hintergrund informiert mich über Zeit und Wetter und die anstehenden Termine, und ich bin schon wieder müde.

Duschen, Anziehen, Schminken, ich mache alles genauso, wie wenn ich jeden Moment das Haus verlassen wollte. Ich meditiere fünf Minuten (mehr Zeit habe ich nicht), dann geht es endlich in die Küche, und ich geniesse meinen Kaffee. Währenddessen schreibe ich in mein Bullet Journal, wie ich mich fühle, was ich erreichen möchte und was ich heute für mich persönlich tun möchte. Auch gleich die Pausen neben den obligatorischen To-Do’s mit einzuplanen, stellt sicher, dass ich auch mal vom Schreibtisch wegkomme und nicht durcharbeite. Sonst bin ich am Abend komplett überdreht und kann das Gedankenkarussell nicht mehr abstellen.

Dann geht mein Tag richtig los, administrative Arbeiten, E-Mails checken, beantworten, Schulungen planen, organisieren und die Schulungen durchführen. 

Zwischen einem Meeting und einem Kurs spaziere ich mindestens zehn Minuten. (Oft nur hin und her in meinem Wohnzimmer). Warum? Weil es bei uns Büropflanzen extrem wichtig ist, trotz Home-Office genug Bewegung zu bekommen.

Am späteren Nachmittag, wenn mein Meeting-Tool endlich schweigt, geht’s mit den restlichen Punkten der To-Do-Liste weiter.

Es ist endlich Zeit, meinen PC auszuschalten. Die Augen sind müde, die Ohren wurden auch überanstrengt. Ich giesse meine wenigen Pflanzen, die mir noch treu geblieben sind und mich nicht verlassen haben, und denke ans Abendessen. Abend alleine verbringen? Nein danke! Dann wird mein PC wieder eingeschaltet und ein digitales Treffen mit Freunden organisiert – ein virtuelles Apéro oder eher ein gemeinsamer Netflix-Abend? Und schon wieder geht ein Home-Office Tag zu Ende.

Bei meiner ersten Home-Office Erfahrung ging es mir nicht so gut, ich war gestresst, ich arbeitete nur, ohne an mein psychisches Wohlbefinden zu denken. Dann bin ich zur Vernunft gekommen und habe mein Gleichgewicht zwischen Beruf und Privatleben trotz Home-Office gefunden. 

Heute bin ich «Zen», organisiert und lasse mich nicht mehr stressen, da ich meine Home-Office-Anti-Stress-Routine gefunden habe.»

Peter Rüegg: «Ich habe eine Mission»

Bild: Peter Rüegg

«Ich mache Spaziergänge – das tun alle anderen auch, klar, aber ich gehe noch einen Schritt weiter. Ich gebe mir eine Mission. Sie lautet: Ich will den Eisvogel sehen! Bei uns in der Gegend soll einer dem Flussufer entlang patrouillieren. Ich möchte ihm unbedingt einmal begegnen, sein leuchtendes Kleid und seinen spitzen Schnabel sehen und wie er damit ins Wasser schiesst.
Das Gute daran: Eine Mission lenkt ab. Und wenn der grosse Moment gekommen sein wird, wird das ein glücklicher sein.»

Marco Wermelinger: «Home-Office? Das ist nichts für mich … Ich bewundere jene, die das können!»

Bild: Marco Wermelinger

«Als ich vor ein paar Jahren mit meiner eigenen Unternehmung startete, hab ich dies aus Kostengründen auch im Home-Office gemacht. Ich musste aber schnell feststellen: Das geht für mich nicht. Morgens Mühe mit dem Anfangen, abends Mühe mit dem Aufhören…
Daher habe ich mir eine neue Lösung gesucht und mein eigenes Büro eingerichtet. Da es quasi eine Einmann-Unternehmung ist, ist das jetzt auch noch coronakonform – zum Glück! Ich glaube, sonst würde ich mich in einem Hotel einmieten, denn ich weiss – Home-Office kann ich nicht.»

Christine Wernli: «1000 Y und es werden immer mehr!»

Bild: Christine Wernli

«Im Home Office ist es ruhig, und konzentriertes, effizientes Arbeiten ohne Störungen ist der überzeugende Vorteil davon… heisst es. Das Telefon läutet – während eines Teams-Meetings, die Katze ruft laut und eindringlich während desselben Meetings, schliesslich steht sie draussen vor der Türe und will essen – drinnen! Nach dem Meeting sehe ich kurz vom Bildschirm weg, und meine Katzendame steht mit ihrem ganzen Gewicht auf der Tastatur – auf dem Buchstaben Y – und schreibt so 1000 Ypsilons in mein Dokument. Auch ohne ihre Pfote schreibt der Laptop fröhlich weitere Ypsilons. Endlich, nachdem ich das System herunter- und hochgefahren habe, ist der Spuk vorbei. Nach einer Runde «Ballwerfen» und essen schläft unser liebstes Haustier in seinem Körbchen, und ich bin mit einem Lachen im Gesicht wieder im effizienten und ruhigen Home Office. »

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