Digitalisierung ist eine Sache der Einstellung - Weiterbildung Zofingen

Digitalisierung ist eine Sache der Einstellung

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Informatik, 1. September 2020, Peter Rüegg

«Lasst euch nicht abhängen, packt es an», rät der Unternehmer Benno Kästli skeptischen, kritischen Geistern oder Leuten, die sich der Digitalisierung verweigern. Er ist Referent und leitet Workshops zum Thema Digitalisierung – auch an der Weiterbildung Zofingen.

Seit wann fasziniert Sie die Digitalisierung?
Benno Kästli: Schon lange. Das hat wohl mit meinem ersten Handy begonnen.

Was sind für Sie Vorteile der Digitalisierung?
Ich nenne zwei Beispiele. Da ist zum einen die Vernetzung von Geräten beim Fotografieren. Die Fotos schiesse ich mit dem einen Gerät, übertrage sie dann in die Cloud und betrachte sie schliesslich auf jedem beliebigen anderen Gerät.
Oder im Beruf: Ich habe das Büro stets bei mir, wenn ich zu Kunden fahre. Alle meine Daten sind online und auf dem PC abrufbar. Ich kann also im Gegensatz zu früher die Fahrzeit auch als Arbeitszeit nutzen – mit Ausnahme der Telefongespräche. Die will ich nicht im Zug führen.

Vertieft die Digitalisierung den Graben zwischen Jung und Alt?
Nein. Die Digitalisierung ist keine Alterssache, sie ist eine Einstellungssache. Grundsätzlich macht den Menschen ja jede Veränderung Angst. «Das ist nichts für mich. Das muss ich nicht mehr lernen», sind Sätze, die davor schützen, sich mit dem Neuen zu beschäftigen.
Die Frage ist: Will ich mein Leben selbst in die Hand nehmen? Wichtig ist doch, neugierig zu sein. Man muss das Neue anpacken wollen und sich eine eigene Meinung bilden.

Sie geben Workshops zum Thema Digitalisierung. Was sagen Sie den Teilnehmenden?
Mein Appell geht an Verantwortliche von Betrieben: Passt auf, dass sich eure Mitarbeitenden nicht abgehängt vorkommen. Bildet sie aus. Informiert sie über digitale Veränderungen. Und vor allem: Beschäftigt euch selbst mit den neuen Möglichkeiten.

Was sind für Sie die wichtigsten digitalen Entwicklungen der letzten Jahre?
Die Blockchain, die Cloud-Welt und das Internet der Dinge. Vor allem bei Letzterem sehe ich grosses Potenzial für Schweizer Betriebe – aber auch ein grosses Manko, da das Know-how hierzulande noch viel zu wenig entwickelt ist.

Zur Person
Benno Kästli (53) ist Geschäftsleiter der Berner Firma Comperio.ch AG, die im Bereich Bildung und Informatik tätig ist. Er gibt Workshops zum Thema Digitalisierung und hat zusammen mit Mitarbeitenden von Firmen Ideen und Lösungsansätze im Bereich Arbeitswelt und eigenes Handeln entwickelt. Er selbst blickt heute auf 28 Jahre Selbständigkeit zurück. Kurz nach seinem KV-Abschluss entschloss er sich, auf eigenen Füssen zu stehen. Benno Kästli wohnt in Utzigen bei Bern. Seine Freizeit verbringt er gerne im Garten oder beim Biken. Zudem mag er gutes Essen mit gutem Wein.

Der Autor

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